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Korps neu

Funkenkorps unter der Leitung des Kommandanten Horst Hackhausen
Anfragen über Adjutant Dietmar Zehnpfennig (0160 7017672, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Schon früh machten sich die Fidelianer Gedanken über das Aufstellen eines Funkenkorps, wie es in Köln seit 1823 üblich war. Angefangen hat es um die Jahrhundertwende mit der Prinzengarde. Sie stellte die Wache und begleitete den Prinzen. Zunächst wurde die Prinzengarde nicht von einem festen Stamm von Mitgliedern gebildet, sondern von den Bewohnern des „Dorfviertels“ gestellt, aus dem der Prinz hervorging. Dies war nicht besonders schwierig, da ja jeder damals als Soldat gedient hatte, und jeder war mit Begeisterung dabei. Die Uniform bestand schon damals aus einem roten Rock mit Aufschlag und einer weißen Hose.

Anfang der 20er Jahre wurden dann mehrere Funkenabteilungen gegründet:

  • die Funkeninfanterie,
  • die Funkenartillerie, die von 1922 bis 1939 bestand. Nach dem Krieg wurde diese Abteilung nicht mehr aufgebaut, da das Geschütz mit Wagen und die Uniform (grüner Rock und weiße Hose) verloren gegangen waren.
  • Die Funkenkavallerie wurde ebenfalls 1922 ins Leben gerufen und existierte 3 Jahre lang. Die Kavalleristen waren hauptsächlich Mitglieder des Fußballclubs und wurden vom Rittmeister Peter Valdersen angeführt. Man ritt auf schwarz-weißen Holzpferdchen mit Pferdeschwanz im „Stechtrapp“. Die Uniform bestand aus einem rosa Rock mit weißer Hose.

Seit Anfang der 30er Jahre studierte man dann mit den Infanteristen einen Korpstanz ein. 1937 bekamen die Funken mit Dorothea Heck ihr erstes Funkenmariechen, die dann bis 1939 mit dem Funken-Offizier Winand Wasel das erste Tanzpaar bildete.

Nach dem 2. Weltkrieg entstand unter dem damaligen Präsidenten Josef Hamacher schon Ende 1946 ein neues Funkenkorps. Es waren 10 Funken, die die Basis für unser heutiges großes und stolzes Korps bildeten. Es wurde in unermüdlicher Kleinarbeit immer weiter ausgebaut. Dies war und ist nicht nur das Verdienst eines Einzelnen, sondern hierin steckt eine Riesenportion Idealismus vieler Mitglieder. Trotzdem muss man den Kommandanten Peter Wahlen besonders erwähnen. Unentwegt ist er um seine Mannen besorgt.

1950 kam mit Willi Faßbender ein Fahnenjunker hinzu, der dieses Amt bis 1952 inne hatte. 1953 wurde Willi Faßbender zum Kommandanten gewählt und bekleidete diese Funktion in respektvoller und würdiger Form bis 1988.

Seit 1956 verfügt das Korps auch über einen Fanfarenzug. Die erste Ausrüstung für diese Gruppe stifteten die Mitglieder der Gesellschaft, und zwar handelte es sich um 4 Fanfaren und eine Trommel. Dem Musikzug der Funken stand 25 Jahre lang Peter Schlösser als Offizier und 1. Trompeter vor. Nun wird der Musikzug schon seit über 30 Jahren von Jürgen Filz vorbildlich geleitet. Ein Musikzug, der sich sehen und vor allem auch hören lassen kann. Seit über 25 Jahren schließen alle großen Sitzungen der KG mit dem Laridah – Marsch, der erstmals zum 40jährigen Jubiläum des Funkenkorps mit 2 Tanzpaaren dargeboten wurde, eine immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinreißende Aufführung.

1973, unter dem Vorsitzenden Franz Büttgen jun.  und Präsident Günter Steinhoff, gründete man die „Knöppelchesjonge“. Der Jugendmusikzug, heute Tambourkorps ist eine Bereicherung auf allen Veranstaltungen karnevalistischer und auch nicht-karnevalistischer Art. Wie groß der Einsatz der Funken für die Fidelio ist, beweist die hohe Zahl der „Soldaten“ im Vorstand der KG. 

Tradition und ein Höhepunkt jeder Session ist in Elsdorf das Funkenbiwak am Tag nach der Proklamation, das ab1980 auf dem Schulhof der Arnoldusschule abgehalten wurde und jetzt auf dem Vorplatz der Festhalle stattfindet. Es zieht jedes Jahr hunderte von Fastelovendsjecke an. Dabei hatte es in der Mitte der siebziger Jahre als Frühschoppen bei Keuth’s Willi op d’r Eck klein angefangen.

Selbstverständlich ist die Hauptaufgabe des Funkenkorps immer noch die Begleitung des Elsdorfer Dreigestirns bei allen Veranstaltungen und im Fastelovendszoch durch den Ort.

Un et Hätz jeht enem op, wenn de Funke entrecke, spille und danze. Möge das immer so bleiben.